Vergangenen Montag habe ich endlich wieder meinen Zweitlieblingsfilm angeschaut, Alice in Wonderland, die Disney-Version von 2010. Einer der Filme von denen ich niemals genug kriegen kann. Das einzige, was ich schade finde, ist, dass man die 3D-Qualität nicht mehr genießen darf, sobald der Film nicht mehr im Kino läuft. Bei der Besetzung konnte ja nichts anderes rauskommen als ein weiterer Geniestreich, doch ist mir dieser Film irgendwie besonders ans Herz gewachsen. Schon wie ich in zum ersten Mal gesehen habe ist er mir sehr nahe gegangen; daraufhin musste ich sofort das Buch lesen (das ich bisher noch gar nicht gelesen hatte; alle die jetzt die Hände über den Kopf zusammenschlagen wollen — so hat eine Freundin von mir tatsächlich reagiert, man sollte aber vielleicht erwähnen, dass sie englischsprachig aufgewachsen ist — kann ich beruhigen: mittlerweile habe ich nicht nur dieses Buch, sondern auch die Fortsetzung gelesen, bei mir zuhause stehen und das Gedicht, auf dem der Film beruht, auswendig gelernt), was sich als nicht so leicht herausstellte, da sämtliche Exemplare der Bibliotheken der Stadt Wien verborgt waren. Glücklicherweise fand ich es bei Thalia um 3€!
Daraus folgte dann irgendwie, dass der Hutmacher zu meinem neuen Vorbild wurde, ich bin mir nicht sicher, ob das beunruhigend sein sollte… Jedenfalls zähle ich heute zu meinen wertvollsten Schätzen ein überlebensgroßes Porträt, das gegenüber von meinem Bett hängt und mir jeden Tag einen guten Morgen wünscht; das gibt dem Tag gleich eine gesunde Portion Verrücktheit, die mir manchmal sogar schon beim Weckerläuten um 7 oder noch zeitiger eine gute Laune gibt (heute war das nicht der Fall), die dann das einzige ist, was mich davon abhält, meinen Wecker in einen langsamen, grausamen Tod zu quälen; und eine echte Nachbildung des Hutes (hierbei unendlichen Dank an die beste Schwester der Welt, ohne der ich ihn nie gefunden hätte!!!). Jetzt bleibt noch die Frage, was nun ein Rabe mit einem Schreibtisch gemeinsam hat. Manche werden sich an dieser Stelle denken, das liege doch auf der Hand, andere wiederum haben sich schon jahrelang darüber Gedanken gemacht, ohne auf einen grünen Zweig zu stoßen. Ersteren möchte ich zu einer gesunden Denkweise gratulieren, Zweiteren würde ich vorschlagen, sich ein Hobby zu suchen. Ich denke, auf dieses Rätsel braucht man nicht weiter einzugehen; jedenfalls eignet es sich bestens überall dort, wo man gerade nichts Sinnvolleres anzubieten hat (wie zum Beispiel Blogüberschriften). Es ist jedenfalls um einiges sinnvoller, als was manchen Leuten so einfällt, wenn ihnen gerade nichts einfällt. Und das ist das Geheimnis: jeder kann sich (sofern ein wenig Fantasie vorhanden — und wenn einem die fehlt, ist man in meiner Welt ohnehin falsch) seinen eigenen Sinn daraus ziehen, so gibt es jedem einen Sinn und alle sind glücklich. So, und wer den letzten Absatz jetzt verstanden hat, darf beginnen, sich Gedanken über Dinge zu machen, die mit M beginnen…
Zum Abschluss möchte ich der Herzkönigin einen Kurs zu alternativer Problembewältigung vorschlagen; ich werde mich noch ein wenig chinesischem Gemüse widmen (eben vorher bin ich draufgekommen, dass man in China die Golden Delicious „Bananenäpfel“ zu nennen scheint — 香蕉苹果).
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