tiistai 28. helmikuuta 2012

Ein ganz besonderer Tag, ein ganz besonderer Mensch...

Heute ist ein ganz besonderer Tag. Heute vor 18 Jahren wurde der wichtigste Mensch meines Lebens geboren; um das herauszufinden mussten aber erst einmal ungefähr 13 Jahre vergehen. Am 28. Februar 1994 kam meine Schwester zur Welt.

Ich muss sagen, die meiste Zeit unserer Kindheit waren wir wie zwei normale Geschwister, wir haben regelmäßig gestritten, gerauft, meine Schwester hatte immer messerscharfe Klauen (Narben kann man heute noch sehen), zum Schluss hat sie meistens geheult und ich war dann wieder Schuld (da konnte ich noch so oft meinen Eltern erklären, dass sie ja angefangen habe — dürfte wohl jedem bekannt sein). Ich kann mich noch erinnern, meiner Mama auf die Aufforderung, wir sollen uns doch vertragen, erwidert zu haben, dass ich ja nichts dafür könne, ich hätte mir meine Schwester schließlich nicht ausgesucht.
Dann, ich kann mich nicht mehr genau erinnern wann und wie, wahrscheinlich nach 13 Jahren Zusammenleben (ach ja, die Zahl 13), haben wir beide festgestellt, dass das Leben viel angenehmer wäre, wenn wir uns gemeinsam gegen unsere Eltern verbünden würden. Daraus entstand eine einzigartige Verbindung. Die erste Erinnerung, die ich daran habe, war in Paris, wo wir Arm in Arm (ich hab sie halb getragen, weil ihr die Füße weh getan haben) durch die Stadt spaziert sind — mit Sicherheitsabstand hinter unseren Eltern, die zu der Zeit unerträglich waren (Pubertät — die Zeit in der die Eltern schwierig werden). Seitdem haben wir einen Riesenspaß und halten immer zusammen. Alle Partys, die wir so organisiert haben, waren immer Gemeinschaftsprojekte (also zum Beispiel ich habe ihre Freunde zu meinem Geburtstag eingeladen und umgekehrt); wenn wir zwei in der Stadt unterwegs sind halten uns wahrscheinlich die Wenigsten für Geschwister (als wir einmal beide im Ferienhort waren, mussten wir jedem erklären, dass wir nicht zusammen sind), und unsere telepathische Verbindung wurde in den letzten Jahren mir selbst schon unheimlich (in Anspielung auf eine ziemliche geniale Begebenheit: Ich sitze in meinem Zimmer bekomme plötzlich Hunger auf Pizza, keine fünf Minuten später steht meine Schwester mit einer halben Pizza in der Tür). Diese Verbindung hatte ich am meisten Angst zu verlieren, jetzt wo ich in Finnland wohne, aber offensichtlich hält sie weiterhin; als ich zu Weihnachten in Österreich war, sagte meine Schwester zu ihrer Freundin, die mit der Schule gerade im Kino waren: „Jetzt ist mein Bruder in Österreich.“, kurz nachdem ich tatsächlich in Wien-Schwechat gelandet war.

Meine liebe Olivia (ein Name, für dessen Originalität und Wohlklang ich dich immer noch beneide) ich wünsche dir alles Liebe zu deinem 18. Geburtstag. Unvorstellbar, dass du schon volljährig bist; verzeih aber für mich wirst du immer das kleine mädchen — meine kleine Schwester eben — bleiben. Ich bin so froh, dass ich dich hab, ohne dich wäre mein Leben nicht das, was es ist. Es ist bestimmt nicht immer leicht, meine Schwester zu sein, aber du bist die beste Schwester, die man sich wünschen kann. Ich liebe dich über alles, und ich hoffe du weißt, dass ich immer alles für dich tun werde, auch wenn ich weit weg wohne. In Gedanken bin ich immer bei dir, es gibt keinen Tag, an dem ich nicht an dich denke. Viel zu oft habe ich mich als kleiner Gschropp an dir vorbei in den Mittelpunkt gedrängt, aber jetzt bist du für mich der Mittelpunkt. Ich glaube ganz fest an dich und daran, dass du deinen Weg finden und gehen wirst. Ich vermisse dich mehr als alles andere in Österreich, nur dich hätte ich mir in meinem Austauschjahr als Besuch gewünscht, nur für dich komme ich bis nach Wien zum Musical Anschauen. Danke, dass du mich immer unterstützt hast; auch du kannst immer auf meine Unterstützung zählen. Für dich habe ich immer ein offenes Ohr frei. Niemals werde ich ein anderes Mädchen mehr lieben als dich ;D

Dein Bruder

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